Der digitale Imfpass – kehrt Rumänien zurück zur (neuen) Normalität?

Wie ist die Impfreihenfolge in Rumänien geregelt?

In Rumänien ist die Impfung gegen COVID-19 kostenlos und freiwillig und wird in drei Schritten durchgeführt:

Phase I:

Die Bevölkerungsgruppe umfasst Mitarbeiter im Bereich Gesundheit sowie Sozialarbeiter des öffentlichen und privaten Systems;

Phase II:

Es umfasst die gefährdete Bevölkerung und Arbeitnehmer, die Tätigkeiten in wichtigen, wesentlichen Bereichen ausüben, wie z. B.

Mitarbeiter, die in den Institutionen des nationalen Systems der nationalen Verteidigung, der öffentlichen Ordnung, der nationalen Sicherheit und der Justiz tätig sind, Gerichtsvollzieher, vom Justizministerium autorisierte Dolmetscher und Übersetzer, Rechtsanwälte, die in der Rechtsanwaltskammer registriert sind.

Phase III (ab April 2021):

schließt die allgemeine Bevölkerung ein;

In Rumänien wurden ca. 1.800.000 bisher Impfstoffdosen verabreicht.

Soll es Sonderrechte für „Geimpfte“ in Rumänien geben?

Es gibt überhaupt keine Initiative betreffend die Zulässigkeit der Erteilung von Ausnahmen für Geimpfte. Die Entscheidungsträger und auch die Bevölkerung lehnen aktuell eine solche Ausnahme kategorisch ab. b. Es gibt keine gesetzliche Grundlage dafür, dass Private Zutrittsbeschränkungen für nicht geimpfte Personen festlegen können.  

Kommt der (digitale) Impfpass in Rumänien?

Der Impfpass wird in Rumänien skeptisch gesehen, auch wenn die Impfbereitschaft in der Bevölkerung sehr hoch ist. Präsident Klaus Iohannis äußerte persönliche Vorbehalte gegen die Idee und betonte, dass "dies einen Rahmen für Diskriminierung schaffen würde, der einfach inakzeptabel ist". Die Impfbescheinigung sollte nur aus medizinischen Gründen verwendet werden, jede andere Verwendung wird nicht empfohlen. Diese Ansicht wird aktuell von den Entscheidungsträgern einhellig vertreten. Es gibt momentan keine relevanten Gegenstimmen aus Politik und Wissenschaft, die die Einführung eines solchen Impfasses befürworten.



Autor: Helge Schirkonyer